Ablauf der Behandlung

Der Patient bekommt vom Arzt eine Verordnung zur Ergotherapie ausgestellt. Auf der Verordnung stehen neben der Diagnose meist auch eine Einschränkung und ein mögliches Behandlungsziel.

Es erfolgt ein erstes Gespräch in der Praxis oder zu Hause. Dies ist bereits Teil der Befundaufnahme. Hier geht es um ein Kennenlernen sowie ein genaues Erörtern der Problematik. Es wird bereits in diesem ersten Kennenlernen schriftlich ein klares Anliegen, das heißt eine genaue Zielstellung formuliert.

Zusammen mit dem Patienten oder den Angehörigen (den Eltern/ dem Partner/ dem Pflegepersonal) wird nun ein Therapieplan erstellt. Je nach Diagnose erfolgen möglicherweise weitere Tests.

Zur baldigen Erlangung des Therapieziels werden die Inhalte der Therapie gemeinsam mit dem Patienten in seinen Alltag übertragen. Mitunter sind daher Anpassungen/ Veränderungen im nahen Umfeld des Patienten erforderlich.

Beispiele hierfür:

  • Umgestaltung des Kinderzimmers,
  • Anschaffung bestimmter Materialen (Wandtafel, Linkshänderschere etc.)
  • die Wohnraumanpassung
  • die Hilfsmittelversorgung beispielsweise bei einem Schlaganfallpatienten,
  • auch die Umgestaltung des bisherigen Arbeitsplatzes

Dem Patienten werden konkrete Empfehlungen/ oder gezielte Hausaufgaben/ Übungen mitgegeben.

Die Beratung/ die Einbindung von Eltern/ Angehörigen/ oder Betreuern ist uns in diesem Zusammenhang ein großes Anliegen der ergotherapeutischen Behandlung.

Besonders wichtig sind der Austausch sowie konkrete Absprachen mit anderen Beteiligten des Patienten, wie dem Arzt, Lehrern, Kindergärtnern, den Schwestern im Seniorenwohnen, Sozialarbeitern und auch anderen Therapeuten.

Während des Behandlungszeitraumes prüfen der Therapeut und auch der Patient inwieweit das Behandlungsziel erreicht ist. Der Arzt erhält in der Regel einen Bericht über den Verlauf der Behandlung.